„Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel zu stoppen.“
Unsere Alumnae und Alumni sind nach ihrer Zeit bei der BEA erfolgreich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur tätig und profitieren auch noch nach ihrer Weiterbildung von der interdisziplinären Gemeinschaft aus aktiven und ehemaligen Studierenden der BEA.
In der Interviewreihe #nachgefragt stellen wir unsere Alumnae und Alumni vor und erfahren, wohin ihr Weg sie nach der BEA geführt hat und wie sie sich an ihre Zeit bei uns erinnern.
Wir freuen uns, Lucas Fuhrmann aus dem 17. Jahrgang vorzustellen. Er ist Co-Founder und CEO der Firma Revoltech, die biobasierte Oberflächenmaterialien entwickelt. Außerdem ist er Mitglied des SME Advisory Boards im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und arbeitet dort eng mit Robert Habeck zusammen. In unserem Gespräch erzählt uns Lucas über die Ziele seines Unternehmens Revoltech und was ihn bis heute aus seiner BEA Zeit prägt.
Hallo Lucas! Stellst Du dich kurz vor?
Hi! Ich war im 17. Jahrgang der BEA und habe Philosophie, VWL und Psychologie in Bayreuth, Paris und London studiert. Inzwischen bin ich 32 Jahre alt und habe eine Tochter. 2021 habe ich revoltech gegründet. Wir entwickeln biobasierte und zirkuläre Oberflächenmaterialien. Unser erstes Material, LOVR™ ist eine Lederalternative aus Hanfreststoffen. Momentan sind wir 15 Leute und arbeiten mit Partnern in der Automobil- und Modeindustrie zusammen.
Du bist Co-Founder und CEO von revoltech. Was ist Deine Motivation und was möchtest Du mit Deinem Unternehmen noch erreichen?
Pathetisch gesprochen: Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, den Klimawandel zu stoppen! Dafür ist aber eine große Transformation notwendig, in der wir Vieles an der Art und Weise, wie wir wirtschaften, auf den Prüfstand stellen müssen. Dazu gehört auch, wie und aus was wir physische Produkte herstellen. Erdölbasierte und CO2-intensive Produkte müssen durch biobasierte, CO2-neutrale Produkte ersetzt werden. Die Vision ist eine umfassende, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft. Mit revoltech arbeite ich daran, diese Vision in die Realität umzusetzen. Unsere Materialien sind biobasiert, können CO2-neutral hergestellt werden und sind biologisch abbaubar. Damit werden unsere Materialien essenzielle Bestandteile von kreislauffähigen Schuhen, Sofas und Autos.
Außerdem bist Du noch Mitglied des SME Advisory Boards im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Warum machst du das und was sind deine Aufgaben dort?
Damit der Klimawandel aufgehalten werden kann, braucht es nicht nur Unternehmen wie revoltech, die CO2-neutrale Produkte herstellen, sondern auch kluge politische Entscheidungen. Die Aufgabe des Boards ist es, Minister Dr. Robert Habeck in wirtschaftspolitischen Fragen zu beraten – vor allem in Bezug auf kleine und mittelständische Unternehmen. Ich persönlich setze mich dort für die Förderung von Technologiegründungen, den Abbau von Bürokratie, sowie für Deutschland als Industriestandort ein.
Was hast Du aus Deiner BEA Zeit mitgenommen, was Dich heute noch prägt?
Ich habe über die BEA einige inspirierende Menschen kennengelernt. Daraus sind gute Freundschaften entstanden. Besonders prägend war für mich außerdem das Mentorenprogramm der BEA, worüber ich Michael Kozikowski kennengelernt habe. Er berät mich und revoltech tatsächlich bis heute in strategischen Entscheidungen, wofür ich ihm sehr dankbar bin.
Ein kurzer Satz, der die BEA für Dich am besten beschreibt?
Inspiration durch Vielfalt.
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