"Die ersten Teammitglieder in der Gründungsphase sind entscheidend."

Unsere Alumnae und Alumni sind nach ihrer Zeit bei der BEA erfolgreich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur tätig und profitieren auch noch nach ihrer Weiterbildung von der interdisziplinären Gemeinschaft aus aktiven und ehemaligen Studierenden der BEA.

In der Interviewreihe #nachgefragt stellen wir unsere Alumnae und Alumni vor und erfahren, wohin ihr Weg sie nach der BEA geführt hat und wie sie sich an ihre Zeit bei uns erinnern.

Wir freuen uns, dieses Mal mit Laura Wamprecht zu sprechen. Sie war im 15. BEA-Jahrgang und ist Gründerin und Geschäftsführerin von Forward Strategy, einer Boutique Beratung im Gesundheitswesen. Sie spricht mit uns über ihre Unternehmenskultur und darüber, was es für eine erfolgreiche Gründung unbedingt braucht.

Hallo Laura. Du hast letztes Jahr erfolgreich das Unternehmen Forward Strategy gegründet. Wie hast du diesen Prozess erlebt?

Nach meinem Biochemie-Studium suchte ich nach einer Möglichkeit, meine Begeisterung für medizinische Innovation mit der Dynamik der Startup-Szene zu verbinden. Diese fand ich als erste Mitarbeiterin bei Flying Health, einem Ökosystem für die Zukunft des Gesundheitswesens, das von einem BEA-Alumnus gegründet wurde. Es war eine fantastische Zeit, in der ich viel lernen konnte – und 2019 schließlich die Geschäftsführung übernehmen durfte.

Nach fünf Jahren in dieser Position spürte ich, dass es Zeit für den nächsten Schritt war: den Weg ins Unternehmertum. Fast zehn Jahre war ich in demselben Unternehmen beruflich gewachsen – jetzt wollte ich etwas Eigenes aufbauen.

Beim Reflektieren, was mir beruflich wirklich wichtig ist und Freude bereitet, ergab sich mein Weg ganz natürlich. Das Gesundheitswesen ist ein faszinierender Markt, der mich jeden Tag aufs Neue begeistert. Die Vielfalt der Projekte in der Beratung reizt mich besonders, und ich bin sehr gerne Dienstleisterin – zufriedene Kund/-innen, denen wir mit unserer Arbeit weiterhelfen, sind für mich der größte Antrieb.

Welche Lücke hast du im Markt gesehen, die Forward Strategy schließen soll?

Das Gesundheitswesen steht an einem Wendepunkt: Viele Akteure müssen jetzt strategische Weichen stellen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Ich bin überzeugt, dass die kommenden Jahre entscheidend für die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung sein werden – und dass wir mit Forward Strategy einen echten Unterschied machen können. Unser Ziel ist es, trotz aller Herausforderungen immer vorauszublicken und aktiv Zukunft zu gestalten.

Als Boutique-Beratung verbinden wir tiefgehende Branchenexpertise mit strategischer Beratungskompetenz. Damit schließen wir die Lücke zwischen großen, etablierten Beratungen, die oft in spezialisierten Verticals organisiert sind, und hochqualifizierten freiberuflichen Beratern mit langjähriger Industrieerfahrung.

Was war die größte Herausforderung in der Anfangsphase deiner Gründung – und wie hast du sie gemeistert? Welche Werte sind dir in der Unternehmenskultur besonders wichtig?

Mein wichtigstes Ziel ist es, ein exzellentes Team aufzubauen, das gemeinsam wächst. Gerade in der Gründungsphase sind die ersten Teammitglieder entscheidend – es muss zu 100 % passen. Deshalb nehmen wir uns für diesen Auswahlprozess bewusst Zeit. Neben der fachlichen Qualifikation zählt für uns vor allem ein gemeinsames Mindset: Wir wollen ambitionierte Ziele mit einem pragmatischen Ansatz erreichen.

Beratung ist für mich nicht nur eine analytische, sondern auch eine zwischenmenschliche Disziplin. Wir arbeiten mit Menschen – sowohl im Team als auch mit unseren Kund/-innen. Ein empathischer, wertschätzender Umgang ist für mich essenziell, um vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und nachhaltigen Erfolg zu sichern.

Hat das BEA-Netzwerk Einfluss auf deinen beruflichen und persönlichen Werdegang gehabt?

Ohne die BEA wäre ich heute nicht, wo ich bin – und dafür bin ich sehr dankbar. Die Präsenzphasen und die AuslandsAkademien haben mir eine Welt abseits der Wissenschaft eröffnet, mit der ich zuvor kaum Berührungspunkte hatte.

Auch das Netzwerk ist großartig: Gerade erst hatten wir ein Jahrgangstreffen, und die Verbundenheit war sofort wieder da – selbst mit Menschen, die ich seit zehn Jahren nicht gesehen hatte. Der Austausch mit anderen Alumnae und Alumni inspiriert mich immer wieder und gibt mir wertvolle Impulse.

Ein besonderer Gewinn für mich ist mein Alumni-Mentor, der in der gleichen Branche tätig ist. Ich weiß, dass ich mich jederzeit an ihn wenden kann, wenn ich Rat brauche.

Und last but not least: Ich freue mich riesig, dass wir mit Veronika König (16. Jahrgang) auch eine BEA-Alumna für unser Forward-Team gewinnen konnten. Das war ein echter Glücksgriff – und gemeinsam haben wir noch viel vor!

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© Laura Wamprecht

Exzellenz.Verantwortung.Wirkung.