„Die BEA war eine der entscheidenden Weichen in meinem Leben.“

Unsere Alumnae und Alumni sind nach ihrer Zeit bei der BEA erfolgreich in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur tätig und profitieren auch noch nach ihrer Weiterbildung von der interdisziplinären Gemeinschaft aus aktiven und ehemaligen Studierenden der BEA.

In der Interviewreihe #nachgefragt stellen wir unsere Alumnae und Alumni vor und erfahren, wohin ihr Weg sie nach der BEA geführt hat und wie sie sich an ihre Zeit bei uns erinnern.

Wir freuen uns, Dr. Christian Hainzlmaier vorzustellen. Er ist Absolvent des 6. BEA-Jahrgangs, Botschafter der BEA und Geschäftsführer der Nanotec Electronic GmbH & Co. KG. In unserem Gespräch erzählt er von seiner Zeit bei der BEA und was er daraus Wichtiges für seine Karriere und sein Leben mitgenommen hat.

Lieber Christian, möchtest Du Dich zunächst einmal vorstellen?

Gerne. Ich habe Maschinenbau an der TUM studiert und dann promoviert. Parallel besuchte ich die BEA und war Teil des 6. Jahrgangs. Heute bin ich als einer von zwei Geschäftsführern bei der Nanotec Electronic GmbH & Co. KG in München-Feldkirchen für die Bereiche Produktion und Qualität zuständig. Daneben bin ich Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaft in Bulgarien mit den Bereichen R&D und Produktion.

Vor Nanotec hatte ich zwei Stationen: Circa 10 Jahre lang war ich bei Webasto, wo ich eine Business Unit zum elektrischen Heizen von Elektrofahrzeugen aufgebaut und geleitet habe, und circa vier Jahre bei McKinsey, wo ich als Projektleiter vor allem Projekte in Einkauf und Entwicklung durchgeführt habe.

Du engagierst Dich außerdem als Botschafter für die BEA. Wieso ist Dir diese Aufgabe wichtig?

Ich bin vom Programm der BEA überzeugt und begeistert und – auch nach 20 Jahren – noch immer sehr dankbar für die tiefgehende und ethisch verankerte Ausbildung. Für mich sucht eine solche Ausbildung ihresgleichen, jedenfalls im deutschsprachigen Raum, und als studienbegleitende Veranstaltung wahrscheinlich weit darüber hinaus. Ich möchte den zukünftigen Bewerber/-innen deshalb gerne als Botschafter meine Begeisterung vermitteln und sie motivieren, sich zu bewerben. Es wäre wirklich zu schade, wenn jemand die Möglichkeit hätte, in der BEA aufgenommen zu werden, diese Chance aber verstreichen lässt.

Was hast Du denn aus Deiner eigenen Zeit in der BEA mitgenommen?

3 Dinge – beruflich, persönlich und privat!

Beruflich sind es sicherlich die zahlreichen Möglichkeiten im Programm, meine Kompetenzen im Bereich Führung zu erweitern. Viele Erkenntnisse hieraus, Methoden und erhaltene Feedbacks wirken noch heute. Auch das Netzwerk der BEA war beruflich sehr hilfreich.

Meine Weiterentwicklung als Person war für mich der wichtigste Teil. Ich habe Zeit und zahlreiche Impulse bekommen, zu reflektieren, warum ich Dinge auf bestimmte Weise angehe, wie andere sie sehen, und welchen Mustern und Antreibern ich – nicht immer bewusst und oft ungewollt – folge. Dies hat mir in meinen bisherigen Rollen sehr geholfen. Insbesondere in Entscheidungssituationen oder unter großem Stress oder Druck, denn hier treten die alten Muster wieder zu Tage.

Privat habe ich viele, sehr nette Leute kennen und schätzen gelernt. Einen meiner „Freunde fürs Leben“ habe ich in der BEA kennengelernt und als meinen Trauzeugen eingespannt. Manche haben miteinander ein Unternehmen gegründet oder andere gemeinsame Aktivitäten auch noch nach der BEA-Zeit unternommen.

Was rätst Du Studierenden, die sich bei der BEA bewerben?

Bleibt authentisch und strengt euch an – es lohnt sich wirklich! Und nutzt die Chance, etwas über euch zu lernen, selbst wenn die Bewerbung nicht erfolgreich sein sollte. Der Auswahlprozess der BEA ist durch und durch professionell, und wer es bis ins Auswahlwochenende schafft, bekommt ein hoch qualifiziertes Feedback. Allein dieses ist es bereits wert, den Prozess zu durchlaufen. Und allen, die wie ich als Ingenieur/-innen oder vielleicht auch Naturwissenschaftler/-innen in ein solches Verfahren einsteigen, rate ich dazu, offen zu sein und eure Begeisterung für das, was ihr tut und was euch antreibt, auch offen zu zeigen. Die Juror/-innen wollen euch kennenlernen. Das können sie nur, wenn ihr auch etwas von euch preisgebt.

Zum Abschluss: Ein kurzer Satz, der die BEA für Dich am besten beschreibt?

Die BEA war eine der entscheidenden Weichen in meinem Leben. Verpasst diese Chance nicht!

Danke für Deine Zeit!

Weiterführende Links:

Nanotec Electronic GmbH & Co. KG

© Christian Hainzlmaier

Exzellenz.Verantwortung.Wirkung.