Projektarbeit des 12. Jahrgangs

Das Rahmenthema des 12. Jahrgangs lautet:

Technologietransfer von der Hochschule in den Mittelstand

Zwischen großen Unternehmen und deutschen Universitäten bestehen bereits viele Kooperationen im Bereich Entwicklung und es gibt einen Technologietransfer, der den Unternehmen im Wettbewerb hilft und die technologische Neuerungsrate beschleunigt. Im Mittelstand sind solche Kooperationen eher die Ausnahme. Die Projektarbeit des 12. Jahrgangs beschäftigt sich daher mit dem Thema „Technologietransfer von der Hochschule in den Mittelstand“. Dabei stehen die folgenden Fragen im Mittelpunkt: Wie können durch Forschung Technologiesprünge angeregt werden? Wo steht der Mittelstand in einer globalen Welt? Wie können die Kontakte zur Universität verbessert werden? Was kann man alles von Hidden Champions lernen? Schöpft der Mittelstand das Wissen der Universitäten derzeit schon voll aus?



Es wurden unter anderem die folgenden Themen bearbeitet:


Technologietransfer von der Hochschule in den Mittelstand

Zwischen großen Unternehmen und deutschen Universitäten bestehen bereits viele Kooperationen im Bereich Entwicklung und es gibt einen Technologietransfer, der den Unternehmen im Wettbewerb hilft und die technologische Neuerungsrate beschleunigt. Im Mittelstand sind solche Kooperationen eher die Ausnahme. Die Projektarbeit des 12. Jahrgangs beschäftigt sich daher mit dem Thema „Technologietransfer von der Hochschule in den Mittelstand“. Dabei stehen die folgenden Fragen im Mittelpunkt: Wie können durch Forschung Technologiesprünge angeregt werden? Wo steht der Mittelstand in einer globalen Welt? Wie können die Kontakte zur Universität verbessert werden? Was kann man alles von Hidden Champions lernen? Schöpft der Mittelstand das Wissen der Universitäten derzeit schon voll aus?


Medizintechnisches Simulationstool


Die Friedrich-Alexander-Universität besitzt ein europäisches und weltweites Patent (WO 2006/010609, EP 1774445), das das „Verfahren zur Darstellung von dreidimensionalen Strömungsdaten und Wandbelastungen in fluidführenden Gefäßen, insbesondere Blutgefäßen, unter Verwendung der Lattice-Boltzmann-Methode“ schützt. Nach den Recherchen der Projektgruppe existiert bisher keine Anwendung, die das Strömungs- und Belastungsprofil von Gefäßen aus medizinischen Daten innerhalb einiger Minuten simulieren kann. Dies wird erst durch das von der Projektgruppe vorgeschlagene Produkt ermöglicht, das die komplexe Berechnung mit Hilfe des Lattice-Boltzmann-Algorithmus durchführt. Die dazu notwendige Software wurde am Lehrstuhl für Systemsimulation der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg entwickelt. Einzigartig ist die relativ einfache Integration des Produktes in bestehende Anwendungen der Medizintechnik. Durch das Produkt kann medizinisches Personal die Notwendigkeit eines operativen Eingriffes zur Behandlung von Erkrankungen wie z. B. Aneurysmen und Stenosen besser abschätzen. Darüber hinaus kann das Verhalten der Gefäßströmungen nach dem medizinischen Eingriff bereits im Voraus simuliert werden. Das Simulationstool plus Hardware wird dabei als Add-On für bisherige tomographische Geräte und bildgebende Verfahren der etablierten Medizintechnik angeboten.


MittelSchafft


Die Projektgruppe MittelSchafft hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Möglichkeiten des Innovationstransfers zwischen Hochschulen und Mittelstand zu untersuchen. Der Transfer findet hauptsächlich zwischen den Hochschulen und der Großindustrie statt und der Mittelstand sowie die Fachhochschulen bleiben oftmals außen vor. Die Projektgruppe untersuchte verschiedene Formate, die helfen können, diese Lücke zu schließen. Es wurden Möglichkeiten untersucht, wie fachübergreifende Plattformen zum Austausch von Ideen aller Partner (Universitäten, Fachhochschulen, Großindustrie und Mittelstand) geschaffen werden können, um dem Innovationstransfer einen geeigneten Rahmen zu geben.


Gesundheit am Arbeitsplatz schaffen

Die Projektgruppe widmete sich dem Thema „Gesundheitsmanagement im Mittelstand. Im Mittelpunkt der Arbeit des GAPS-Teams steht die Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) bei mittelständischen Unternehmen. Um einen Überblick über den aktuellen Stand des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu erhalten, analysierte das GAPS Team verschiedene Maßnahmen, die bereits in Großunternehmen und erfolgreichen mittelständischen Unternehmen umgesetzt wurden. Neben diesen Best Practices der Großunternehmen und der hidden champions im Mittelstand wurden auch aktuelle Forschungsergebnisse aus diesem Bereich mit einbezogen. Auf Grundlage dieser Informationen erstellte das GAPSTeam einen umfassenden Maßnahmenkatalog, der innovative Gesundheitsmaßnahmen zusammenfasst.


Bestandsaufnahme: Wissens- und Technologietransfer zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Hochschulen und Universitäten in Bayern

Im Rahmen der Bestandsaufnahme der Projektgruppe wurden die Struktur der Angebote zum Wissens- und Technologietransfer in Bayern untersucht. Dazu wurden Gespräche mit einer Vielzahl von Vertretern verschiedener Institutionen, die sich dem Wissens- und Technologietransfer verschrieben haben, insbesondere mit Vertretern von Universitäten und Fachhochschulen sowie Wirtschaftsverbänden geführt. Die Projektgruppe prüfte bestehende Ansätze und untersuchte inwiefern diese beim bayerischen Mittelstand auf ein positives Echo stoßen. Zudem wurde ein eigenes Projekt aus dem Bereich des Wissens- und Technologietransfers identifiziert, um eine Entwicklung aus den bayerischen Hochschulen auf den Weg zum Produkt zu begleiten.


CampusZukunft

Unter dem Dachthema „Innovationstransfer zwischen Mittelstand und bayerischen Hochschulen“ setzte sich das Projektteam von CampusZukunft zum Ziel, als Ideengeber in einem mittelständischen Unternehmen zu fungieren und ein konkretes Projekt zu implementieren. Als Mitarbeiter am Lehrstuhl und potentielle Mitarbeiter von mittelständischen Unternehmen hatten die Studenten den Missstand der oft fehlenden Nutzung von Synergien zwischen Hochschulen und Mittelständlern und die fehlende Attraktivität der Firmen für Absolventen erkannt - woraus die Motivation erwuchs, diesen in einem Partnerunternehmen zu beheben. Als Ergebnis der Projektarbeit wurde für die Firma HOERBIGER ein maßgeschneidertes Recruitingkonzept mit einem umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt.


Zertifizierung der Softwareentwicklung von Embedded Systems

Die Projektgruppe hatte es sich zum Ziel gesetzt, ein Zertifikat zu entwickeln, welches eine sichere Softwareentwicklung für Embedded Systems ausweist und die hierfür notwendige Beratungsdienstleistung anbieten. Damit wird Unternehmen die Einsparung von Kosten ermöglicht, die durch Entwicklung und Auslieferung von Softwarekorrekturen (sogenannte Patches) oder externen Sabotageangriffe entstehen. Auf dem Markt für herkömmliche Personal Computers gibt es bereits eine große Bandbreite an Sicherheitssoftware und das Ausliefern von Patches ist Standard. Anders bei Embedded Systems, die in praktisch jedem automatisierten System von der automobilen Fertigungsstraße bis hin zum Mobiltelefon die Steuerung übernehmen. Eine zunehmende Vernetzung und Standardisierung machen jedoch insbesondere diese Systeme zu attraktiven Zielen für Sabotageakte, wie der bekannt gewordene Angriff auf das iranische Atomprogramm mit dem Virus Stuxnet eindrucksvoll zeigt. Der Markt für Embedded Systems umfasst laut Bitkom ein Volumen von 71 Mrd. Dollar weltweit und wächst im zweistelligen Bereich.

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